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Portal zur Lottenmühle, 1935-00-00
Portal zur Lottenmühle, 2014-08-18

um 1935

18. Aug 2014


Portal zur Lottenmühle

Zu den stark vertretenen Motiven des Amateurfotografen Wilhelm Eichhorn zählen historische Portale. Das hier zu sehende Portal des heutigen Pfarrhauses der römisch-katholischen Herz-Jesu-Gemeinde Weimar war einst Teil der Lottenmühle, die Adresse lautete Lottenstraße 9.

Die ehemalige Lottenmühle ist schon 1887 in den Besitz der katholischen Gemeinde übergegangen.¹ Die Lotte schlängelte sich – bis zu Ihrer Kanalisierung Ende des 19. Jahrhunderts – westlich am heutigen Gebäude entlang. Die Aufnahme müsste zwischen 1935 und 1937 erfolgt sein. Danach ist die Lottenstraße in Kaiserin-Augusta-Straße umbenant worden, wobei sich auch die Nummerierung änderte. Der Teil mit heutigem Busbahnhof bekam den eigenen Namen Hoffmann-von-Fallersleben-Straße. Nachdem die Lottenstraße noch vor Kriegsende ihren alten Namen (und später Paul-Schneider-Straße) zurück erhielt, wurden Nummerierung und Verlauf beibehalten.

Der auf dem Türschild zu lesende Dechant Wilhelm Breitung war ab 1910-51 Pfarrer der Katholischen Kirche Weimar.

Nach der Hinrichtung der Lottenmagd Marie Gertraude Schmidt im August 1753 begann der große Umbau der Lottenmühle und wurde 1756 vollendet. Der Schlussstein über dem Portal ist aus dieser Zeit erhalten.

Vielen Dank and Christine Herzog für Hinweise zur Datierung, dem Straßenumbenennungswirrwarr und zum Kopfstein.

Quelle: 1. Kultur­denkmale in Thüringen, Band 4.2, Weimar, ISBN 978-3-937940-54-0, Seite 784ƒ

Foto (um 1935)

Wilhelm Eichhorn, Stadtmuseum Weimar, Sammlung Eichhorn 744 (K II 085)

Foto (18. Aug 2014)

Alexander Rutz

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